Die Konferenz Forum 2000 – Mut, Verantwortung zu übernehmen

Die Konferenz Forum 2000 – Mut, Verantwortung zu übernehmen

Die Konferenz Forum 2000 – Mut, Verantwortung zu übernehmen

Wie jedes Jahr, hat die Konferenz Forum 2000 vom 16. Oktober bis 19 Oktober in Prag stattgefunden. Der Slogan dieses Jahres lautete: „Mut, Verantwortung zu übernehmen“. Hinter solchen Worten versteckt sich ein Hinweis, hauptsächlich auf die Figur von Václav Havel, aber auch auf andere Persönlichkeiten (z.B. Yohei Sasakawa und Elie Wiesel), die sehr viel mutig bewiesen haben, um  demokratische Werte zu verbreiten. Václav Havel, der dieses Jahr 80 Jahre alt geworden wäre, hat nämlich immer für die Verteidigung der Menschenrechte gekämpft und ein demokratisches Europa proklamiert.

Solch eine Stiftung, wie das Forum 2000, entwickelt sich aus  der Wichtigkeit des interkulturellen Dialogs und durch das Ziel, verschiedene Leute zusammenzubringen, um über die Probleme der Welt zu diskutieren. Viele thematische Bereiche wurden an der Konferenz angesprochen, die von Demokratiedefizite bis über interreligiöse Dialoge reichten. Verschiedene Persönlichkeiten haben an solchen Diskussionen teilgenommen (Dalai Lama, Wolfgang Gerhardt, Jerzy Buzek, Iveta Radičová, Edward Lucas, Jagannath Panda, und viele mehr) und das über jede ethnische, religiöse und politische Barriere hinaus.

Die Eröffnungsveranstaltung wurde durch einen lange und sehr bedeutende Rede des slowakischen Präsidenten Andrej Kiska eingeleitet. Zunächst hob der Präsident hervor, dass die Lehren von Dalai Lama, der auch ein enger Freund von Václav Havel war, einen starken Einfluss auf sein Leben haben. Kiska verdeutlichte, dass Dalai Lama ihm geholfen habe, das Ziel des Lebens zu verstehen, was einen Mensch zu einem guten Menschen macht. Außerdem, fügte er auch hinzu, dass viele Menschen heutzutage besorgt sind, weil sich momentan „ein unglaubliches Szenario vor unseren Augen abspielt“. Durch diese Aussage, bezog er sich auf den Rassismus, Extremismus, die Xenophobie und den Fortschritt des Nationalismus. Er bezog sich auch auf die gegenwärtigen Kriege und auf die Kraft der Worte, die oft falsch von Politiken angewendet werden (z.B. während des Brexit-Referendums). Am Ende seiner Rede nahm Andrej Kiska Anton Srholec als Beispiel und sagte: „Wir sollten bei unseren Werten bleiben, wir sollten jetzt wissen, wie wir uns in der Zukunft verhalten sollten“.

Am darauffolgenden Tag nach der Rede Kiskas, hat eine Slowakisch Freundin von mir, die jedes Wort des Präsidenten verfolgt hatte, mir folgendes geschrieben: „Elsa, jetzt ich bin stolz darauf, Slowakin zu sein“.

Es war auch für mich etwas erstaunlich, doch bin ich auch froh, dass es noch Politiker in Europa gibt, die die Lehren von Václav Havel und Dalai Lama anerkennen und schätzen.

E. Pacella

Elsa Pacella studierte Internationale Beziehungen und Osteuropa-Studien an der Universität von Bologna (Italien) und an der Universität von Budapest. Sie lernt gerade Slowakisch und hat auch schon in Bratislava gewohnt. Sie interessiert sich insbesondere für Migrations- und Integrationspolitik in Bezug auf die Visegrád-Staaten und den Balkan.

Related Articles

Leave a Reply

Close