„Die Ukraine ist eine der wichtigsten Prioritäten der dänischen Außenpolitik“

„Die Ukraine ist eine der wichtigsten Prioritäten der dänischen Außenpolitik“

„Die Ukraine ist eine der wichtigsten Prioritäten der dänischen Außenpolitik“

Als ich nach Dänemark gekommen bin, wurde ich vom ersten Tag an fast jedes Mal über die politische Situation in der Ukraine befragt, sobald die Leute über meine Herkunft gehört haben. Das war für mich zwar nicht überraschend, aber ich habe auch bemerkt, dass die politischen Ereignisse in meinem Heimatland hier als etwas ganz Entferntes angesehen werden, wovon die dänischen Bürger sich gar nicht beeinflusst fühlen. Trotz dieser gesellschaftlichen Vorstellung spielt die Ukraine in der dänischen Außenpolitik eine bedeutsame Rolle.

Erstens lässt sich das daran messen, dass die dänische Regierung im Februar dieses Jahres im Rahmen des neuen langfristigen Partnerschaftsprogramms 65 Millionen Euro für die Entwicklung der Demokratie in der Ukraine bewilligt hat.[2]

Zweitens wurde am 12. Juni 2017 in Kopenhagen ein Vertrag zwischen Dänemark und der Ukraine über die Zusammenarbeit im Energiebereich unterzeichnet.  Darin geht es um das dänische Nachbarschaftsprogramm für einen fünfjährigen Zeitraum von 2017 bis 2021, das die Förderung der ukrainischen und georgischen Energiepolitik, die Verbesserung der Energieeffizienz und die Entwicklung der erneuerbaren Energiequellen in diesen Ländern im Visier hat.

Übrigens wurde ein Seminar vom dänischen Außenministerium zu diesem Thema durchgeführt, in dem das Konzept des Programms vorgestellt wurde. Die finanzielle Unterstützung von Dänemark für die beiden Länder – Ukraine und Georgien - gehen in die Millionen (Dänische Krone).

Drittens befindet sich Dänemark im Fokus des gegenwärtigen russisch-ukrainischen Gasstreites, weil Russland vorhat, die Gasleitung „Nord Stream 2“ durch einen Teil des Territorialgewässern Dänemarks zu verlegen. Dies wird deshalb gemacht, um die Gaslieferung von Russland in das Gebiet der Europäischen Union unter Umgehung des ukrainischen Territoriums möglich zu machen. In der dänischen Regierung wird das russische Projekt negativ bewertet, denn es stellt eine Gefahr für die nationale Sicherheit dar.[3] Das Vorhaben bleibt jedoch noch offen und umstritten aufgrund der Meinungsverschiedenheiten in der Europäischen Union.

Weitere Fragen der ukrainisch-dänischen Zusammenarbeit und der demokratischen Reformen in der Ukraine werden auf der nächsten Konferenz in Kopenhagen am 27.06.2018 diskutiert. [4]

 

Quellen:

Überschrift: Anders Samuelsen, Außenminister Dänemarks [1]

[1] https://www.eurointegration.com.ua/rus/articles/2018/02/20/7077745/

[2] http://gordonua.com/news/politics/ukraina-poluchit-ot-danii-65-mln-evro-na-demokratiyu-i-ekonomiku-232903.html

[3] http://tv7.com.ua/archives/16279

[4] http://um.dk/en/foreign-policy/ukraine-reform/

Bildquelle: https://jyllands-posten.dk/protected/premium/indblik/Indland/ECE10145677/spionskandale-i-kiev-giver-genlyd-i-koebenhavn

A. Zhuravlova

Anastasiia Zhuravlova studiert Amerikanistik und Europa-Studien an der Nationalen Taras Schewtschenko Universität, Kiew. Die letzten politischen Ereignisse in der Ukraine haben das Interesse der Studentin an den internationalen Beziehungen im osteuropäischen Raum geweckt und seitdem versucht sie sich immer politisch und gesellschaftlich durch ihre Aktivitäten bei verschiedenen NGOs zu engagieren. Anastasiia Zhuravlova macht zurzeit das Praktikum beim FOMOSO, weil sie die Information teilen möchte und einen Beitrag zur europäischen Integration leisten möchte.

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