Rückblick: Präsidentschaftswahlen in Nordmazedonien

Rückblick: Präsidentschaftswahlen in Nordmazedonien

Rückblick: Präsidentschaftswahlen in Nordmazedonien

Nordmazedonien war in letzter Zeit das Zentrum der Aufmerksamkeit in Europa, seit es den 20-jährigen Streit mit seinem südlichen Nachbarn Griechenland beendet hat.

Nordmazedonien erlangte seine Unabhängigkeit von Jugoslawien, in dem es ein Bundesstaat war, und wurde zu einer souveränen parlamentarischen Demokratie. Aufgrund der Ablehnung Griechenlands gegen einen neuen Staat mit der Bezeichnung „Mazedonien“ wurde der souveräne Status des Staates erst am 8. April 1993 mit der Akklamation der Generalversammlung der Vereinten Nationen anerkannt, als die Republik Mazedonien, durch Artikel 181. Dadurch wurde Mazedonien zum vollwertigen Mitglied der Weltorganisation unter der vorläufigen Bezeichnung “Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien”. Die Namensänderung in Nordmazedonien, die Griechenland forderte, um den sogenannten impliziten Gebietsanspruch auf seine nördliche Provinz, auch Mazedonien genannt, zu beenden, löste einen jahrzehntelangen Streit und öffnete die Tür für die Mitgliedschaft Mazedoniens in der NATO und der Europäischen Union.[1]

Unter diesen Rahmenbedingungen finden viele Bürger Mazedoniens es wichtig, die richtige Partei in der Regierung zu haben, da je nachdem welche Partei oder möglichen Koalition an der Macht ist, diese Einfluss auf den Beitritt Nordmazedoniens zur Europäischen Union haben wird. Dieser Bedingung gilt auch für die Wahl des Präsidenten des Landes. Die letzte Präsidentschaftswahl fand im April bzw. im Mai dieses Jahres statt.

Diesbezüglich standen in der ersten Runde drei Kandidaten auf dem Stimmzettel; Stevo Pendarovski von der regierenden Sozialdemokratischen Union Mazedoniens (SDSM), Gordana Siljanovska-Davkova von der nationalistischen Oppositionspartei (VMRO-DPMNE) und Blerim Reka, ein unabhängiger Vertreter der albanischen Minderheit.[2] In der ersten Runde gab es keine absolute Mehrheit für einen der Kandidaten, aber Pendarovski gewann schlussendlich am 5. Mai in der zweiten Runde gegen Siljanovska-Davkova. Eine Grunbdlage für den Wahlsieg von Pendarovski liegt möglicherweise darin, dass er die Abstimmung eher als Ausdruck zur Gestaltung der Zukunft des Landes und nicht als Wahl eines spezifischen Präsidenten sah.[3]

Nach eigenen Aussagen hat Pendarovski viele Ideen, wie er Nordmazedonien dabei helfen kann, Mitglied der Europäischen Union zu werden, und er wird dabei mit dem Ministerpräsidenten zusammenarbeiten, der ebenfalls aus derselben politischen Partei stammt, um die Zukunft von Nordmazedonien neu zu gestalten.[4]

Viele behaupten, dass die Weigerung des scheidenden nationalistischen Präsidenten Gjeorge Ivanov, einige vom Parlament verabschiedete Gesetze zu unterzeichnen, die Umsetzung einiger Schlüsselgesätze verzögert hat. Einschließlich eines Gesetzes zur umfassenderen Verwendung der albanischen Sprache - 18 Jahre nach dem Tod eines ethnischen Albaners, welcher während eines Aufstands in Mazedonien umkam und das Land damit an den Rand eines Bürgerkriegs brachte.

 

Reference:

[1]"COUNCILS 1466, 9 March 1950." UN and Macedonia. Accessed May 26, 2019. http://www.historyofmacedonia.org/IndependentMacedonia/UN.html
[2] "North Macedonia Presidential Vote Heads to Runoff." France 24. April 22, 2019. Accessed May 26, 2019. https://www.france24.com/en/20190422-north-macedonia-presidential-vote-heads-runoff

[3] "North Macedonia Presidential Vote Heads to Runoff." France 24. April 22, 2019. Accessed May 26, 2019. https://www.france24.com/en/20190422-north-macedonia-presidential-vote-heads-runoff

[4] Al Jazeera. "Stevo Pendarovski Wins North Macedonia's Presidential Election." News | Al Jazeera. May 06, 2019. Accessed May 26, 2019. https://www.aljazeera.com/news/2019/05/stevo-pendarovski-wins-north-macedonia-presidential-election-190506000053076.html

 

M. Zherajikj

Mateja Zherajikj studiert Internationale Beziehungen in Prag, Tschechische Republik. Zuvor lebte sie in verschiedenen Ländern wie Mazedonien, Österreich und Armenien, bevor sie sich entschied, eine höhere Ausbildung in Prag zu absolvieren. Sie hat Erfahrungen mit Übersetzung und Schreiben, die sie während ihrer Zeit im Gymnasium gemacht hat. Sie interessiert sich für Politik, vor allem für die politischen Beziehungen zwischen Ländern auf dem Balkan und im Nahen Osten.

Related Articles

Leave a Reply

Close