Jahrestag des Massakers von Srebrenica - Gedenken an neu gefundenen Opfern

Jahrestag des Massakers von Srebrenica - Gedenken an neu gefundenen Opfern

Jahrestag des Massakers von Srebrenica – Gedenken an neu gefundenen Opfern

Auf der Gedenkstätte Potočari, nahe der bosnisch-herzegowinischen Stadt Srebrenica, wurde gestern (11. Juli) der 21. Jahrestag des Genozid, gedenkt. Die Kommemoration und Beerdigung von weiteren 127 Opfern, welche letztes Jahr in Massengräbern gefunden wurden, hat stattgefunden.

Vor 21 Jahren waren an diesem Ort in der UNO „sicheren Zone“, mehr als 8.000 Bosniaken, grössteils Männer und Jungen, von bosnischen Serben umgebracht worden. Mehrere Tausende Besucher sind gekommen; viele davon sind auch den 100 Kilometer langen „Weg der Befreiung“ gelaufen. Diesen sind Bosniaken im Krieg gelaufen, um auf das befreite Territorium von Tuzla zu kommen.

Dies war der grösste Massenmord nach dem zweiten Weltkrieg in Europa und, nach Worten des ehemaligen UNO Generalsekretärs Kofi Annan, wird dieses Ereignis die UNO als grosse Tragödie für immer aufsuchen.

Vor Ort sind bosnisch-herzegowinische Politiker, der Serbische Liberalpolitiker Čedomir Jovanović, die Organinsation Mütter von Srebrenica, die amerikanische Botschafterin in Bosnien Maureen Kormack, der Bürgermeister von Zagreb Milan Bandić, der Präsident des Haager Tribunals Carmel Agius und andere.

Die meisten serbischen Politiker aus Bosnien-Herzegowina und Serbien vermeiden jedoch das Erscheinen an dem Gedenktag. Die Kultur der Leugnung sitzt immer noch tief.

 

Bildquelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/jahrestag-des-massakers-von-srebrenica-letzte-ruhe-nach-jahren-1.1718939

E. Oručević

Elma Oručević hat die ersten Jahre ihres Lebens in Deutschland verbracht. Sie besitzt einen Bachelor in Publizistik und Kommunikationswissenschaft von der Dzemal Bijedić Universität in Mostar. Im Moment studiert sie an der Karl Franzens Universität in Graz und macht ihren Master in Südosteuropa Studien. Sie nahm an internationalen Programmen in Deutschland, Norwegen, Belgien und Österreich teil. Sie interesseiert sich für Themen der Europäischen Integration, Nationalismus und Menschenrechte.

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