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Sep
22
Fr
Tag der ausgerufenen Unabhängigkeit (Bulgarien) @ Bulgarien
Sep 22 ganztägig
Tag der ausgerufenen Unabhängigkeit (Bulgarien) @ Bulgarien | Bulgarien

Bulgarien: Ден на Независимостта на България (Tag der Unabhängigkeit)

Was wird gefeiert?

Am 22. September wird in Bulgarien die Ausrufung der Unabhängigkeit durch Fürst Ferdinand I. im Jahr 1908 gefeiert. Zwar war Bulgarien seit dem russisch-türkischen Krieg 1877/78 kein Teil des Osmanischen Reiches mehr, jedoch blieb das Fürstentum als Vasall unter der Kontrolle des osmanischen Sultans. Nachdem Bulgarien seine Stärke im serbisch-bulgarischen Krieg bewiesen hatte – ein bulgarischer Sieg konnte nur durch eine drohende Intervention Österreich-Ungarns verhindert werden -, wurde politische Unabhängigkeit zum obersten Ziel des bulgarischen Fürstentums. Am 22. September 1908 erklärte der bulgarische Fürst Ferdinand I. schließlich Bulgarien für unabhängig. Er rief in Weliko Tarnowo das bulgarische Zarenreich aus und erklärte sich selbst zum Zaren aller Bulgaren. Mit Unterstützung des russischen Bruders im Geiste wurde Bulgariens Unabhängigkeit und Souveränität im April desselben Jahres international anerkannt. Damit erreichte Bulgarien als einiges Balkanland seine Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich auf friedlichem Wege.

Wie wird gefeiert?

Anders als noch zu Zeiten der sozialistischen Volksrepublik Bulgariens, wird der Tag der Unabhängigkeit nicht mehr mit aufwendig inszenierten Volksparaden gefeiert. Im heutigen Bulgarien wird der 22. September mit Kulturveranstaltungen untermalt, in Sofia sowie in anderen Großstädten werden Kunstausstellungen und Konzerte organisiert, die sich mit dem Thema Unabhängigkeit auseinandersetzen. Während sich in Sofia die politische Elite an diesem Tag die Ehre gibt, ist in den Touristenzielen am Schwarzen Meer nicht viel von den Feierlichkeiten zu merken. Dennoch: Bulgaren im ganzen Land freuen sich wenn man ihnen am 22. September zu ihrer Nezawissimost gratuliert.

Du willst wissen, wie unabhängig Bulgaren sich wirklich fühlen?

Unsere Kollegen vom Radio Bulgaria waren auf den Straßen Sofias unterwegs:

http://bnr.bg/de/post/100739027/am-tag-der-unabhangigkeit-fuhlen-sich-die-bulgaren-unabhangig

Sep
28
Do
Tag der tschechischen Staatlichkeit @ Tschechien
Sep 28 ganztägig
Tag der tschechischen Staatlichkeit @ Tschechien | Tschechische Republik

Todestag des Heiligen Wenzels 929 bzw. 935

Okt
28
Sa
Griechenland: Επέτειος του «Όχι» (Tag des Neins, oder: Ochi-Tag) @ Griechenland
Okt 28 ganztägig
Griechenland: Επέτειος του «Όχι» (Tag des Neins, oder: Ochi-Tag) @ Griechenland | Griechenland

Was wird gefeiert?

Am 28. Oktober jeden Jahres feiert man in Griechenland die Ablehnung eines von Italiens Benito Mussolini gestellten Ultimatums im Jahr 1940. Obgleich mehrfacher militärischer und politischer Provokationen und Bedrohungen, war der damalige Ministerpräsident Ioannis Metaxas fest entschlossen sein Land aus dem Krieg herauszuhalten, der später als 'bisher größter militärischer Konflikt' in der Geschichte der Menschheit bezeichnet werden wird.[1]

Mussolini, der sich als großer militärischer Stratege und Eroberer profilieren wollte, stellte Metaxas am 28. Oktober 1940 ein Ultimatum: Metaxas billigt die Errichtung von deutschen und italienischen Militärstützpunkten auf griechischem Boden oder es gibt Krieg. 'Nun, dann ist Krieg' soll Metaxas noch vor Ablauf des Ultimatums gesagt haben. Darauf soll Emanuele Grazzi - italienischer Diplomat und Überbringer des Ultimatums - geantwortet haben: 'Nicht notwendigerweise, Exzellenz'. Aber Metaxas entgegnete: 'Nein, es ist notwendig.' Dieses 'Όχι' ('Nein') ging in die Geschichte Griechenlands ein.  Nachdem Mussolini Griechenland überfallen hatte, leisteten die Griechen trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit erbitterten Widerstand. Mussolinis 'Spaziergang nach Athen' scheiterte, und Griechenland konnte nur durch deutsche Unterstützung im Juni 1941 unterworfen und besetzt werden.

Einer Legende nach soll Winston Churchill später gesagt haben: 'Von nun an werden wir nicht sagen, dass die Griechen wie Helden kämpfen, sondern wir werden sagen, dass Helden kämpfen wie Griechen.' Griechen auf der ganzen Welt sind bis heute stolz darauf, sich der Übermacht der Deutschen und Italiener im Zweiten Weltkrieg nicht kampflos unterworfen zu haben.

Wie wird gefeiert?

Neben dem Tag der Unabhängigkeit am 25. März ist der Ochi-Tag der wichtigste Nationalfeiertag in Griechenland. Zu Ehren des antifaschistischen Widerstands finden in den größeren Städten Studentenumzüge und Militärparaden statt. Alle öffentlichen Gebäude werden an diesem Tag in den griechischen Nationalfarben beflaggt, Kränze im Gedenken an die Opfer des Krieges niedergelegt. Auch im Ausland feiern griechische Gemeinden den 28. Oktober mit Gedenkgottesdiensten und Festumzügen. Der Ochi-Tag ist und bleibt seit 1945 fester Bestandteil der nationalen griechischen Identität.

 

[1]Jörg Echternkamp: Die 101 wichtigsten Fragen – Der Zweite Weltkrieg. C.H. Beck, München 2010, S. 11

Tschechoslowakische Unabhängigkeitserklärung am 28. Oktober 1918 @ Tschechien
Okt 28 ganztägig
Tschechoslowakische Unabhängigkeitserklärung am 28. Oktober 1918 @ Tschechien | Tschechische Republik

Die Bevölkerung bei der Verkündung der tschechoslowakischen Unabhängigkeit am 28. Oktober (Bild).

Nov
11
Sa
Wiederherstellung von Polens Unabhängigkeit
Nov 11 ganztägig
Nov
17
Fr
Tag des Kampfes für Freiheit und Demokratie @ Tschechien
Nov 17 ganztägig
Tag des Kampfes für Freiheit und Demokratie @ Tschechien | Tschechische Republik

Studentenproteste im Jahr 1939 gegen die deutsche Besetzung der Tschechoslowakei (Internationaler Studententag), sowie zum 50. Jahrestag im Jahr 1989, der Auslöser der Samtenen Revolution.

Nov
18
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Lettische Unabhängigkeitserklärung @ Lettland
Nov 18 ganztägig
Nov
21
Di
Tag des Dayton-Abkommens @ Bosnien-Herzegowina
Nov 21 ganztägig
Tag des Dayton-Abkommens @ Bosnien-Herzegowina | Bosnien und Herzegowina

Bosnien und Herzegowina: Tag des Dayton-Abkommens

Aufgrund einer mangelnden entsprechenden Gesetzesgrundlage gibt es in Bosnien und Herzegowina keine gesamtstaatlichen Nationalfeiertage. Die Regionen Republik Srpska, in der hauptsächlich  Serben leben und die Föderation Bosnien und Herzegowina, die mehrheitlich von Bosniaken und Kroaten bewohnt wird, gedenken jeweils anderer historischer Ereignisse ihrer 'nationalen' Tradition.

Was wird gefeiert?

Am 21. November wird in der Republik Srpska die Paraphierung des Dayton-Vertrags im Jahr 1995 gefeiert. Mit Zerfall der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawiens (SFRJ), in dessen Verlauf sich Bosnien und Herzegowina 1992 unabhängig erklärte, kam es zunehmend zu ethnischen Spannungen auf dem Balkan. Nach der internationalen Anerkennung des Staates im selben Jahr, entluden sich diese Spannungen in einem militärischen Konflikt zwischen den ethnischen Kroaten, Serben und Bosniaken der Region – der sogenannte Bosnienkrieg. 1995 gelang es Vermittlern der USA mit Unterstützung der EU alle Kriegsparteien an einen Tisch zu bringen und den sogenannten Dayton-Vertrag – benannt nach der Stadt in Ohio, USA in der der Vertrag paraphiert wurde – auszuhandeln.  Dieser wurde am 14. Dezember desselben Jahres in Paris unterzeichnet und manifestierte die Unabhängigkeit und Souveränität des Staates Bosnien und Herzegowina, jedoch mit ausgeprägter Dezentralisierung. Mit der Anerkennung der Provinz Republik Srpska, die etwa 49% des bosnisch-herzegowinischen Staatsgebiets umfasst, wurde den serbischen Autonomiebestrebungen Rechnung getragen und dessen wird von den Serben Bosniens und Herzegowinas bis heute feierlich gedacht.

Nov
24
Fr
24. November 1996: Der sichtbare Beginn vom Ausbau des Autoritarismus in Belarus @ Gedenktag
Nov 24 ganztägig
24. November 1996: Der sichtbare Beginn vom Ausbau des Autoritarismus in Belarus @ Gedenktag | Minsk | Minskaja Woblasz | Weißrussland

Der 24. November 2016 markiert den 20. Jahrestag der Volksabstimmung (Referendum), der die Grundlage von Lukaschenka’s langer Präsidentschaft legte und ihn dadurch zu neuen Vollmachten verhalf.

Die Bürger des jungen postsowjetischen Landes hatten damals (1996) die Möglichkeit zu sieben Verfassungsänderungen zu stimmen. Das Wahlergebnis war schlussendliche sehr deutlich. Mit mehr als 80% der Stimmen erhielt der Präsident Lukaschenka die Befugnis seine politische Macht auszubauen. Jetzt konnte er im Alleingang Minister, Richter, Generalstaatsanwälte und Zentralbankchefs ernennen. Zusätzlich ermächtigte die Verfassungsänderung den Präsident das Parlament aufzulösen und es wurde praktisch unmöglich solche Entscheidungen anzufechten.

Dieses Referendum wurde von der EU, dem Europäischen Menschenrechtsrat und der OSZE nicht anerkannt und mehrmals kritisiert.

Es gab mehrere Klagen wegen Falsifikationen (Ungültigkeit) und Violationen (Gesetzesübertretung) in Bezug auf den Abstimmungsprozess. Diese blieben ohne Auswirkung.

Dieser Wandel bedeutete eine große Machtverschiebung in Richtung Präsidenten und, nach Aussagen der Opposition, war es ein Wendepunkt hin zum Autoritarismus.

In diesem Jahr rief die Opposition wieder auf, am 24. November Protestdemonstrationen in Minsk durchzuführen.

Seit 2004  ist Belarus von Sanktionen der EU und USA betroffen und das aufgrund von Menschenrechtsverletzungen. Nichtsdestotrotz ist Lukaschenka seit 1994 ununterbrochen der Präsident der Republik Belarus.

Nov
25
Sa
Tag der Staatlichkeit in Bosnien-Herzegowina @ Bosnien-Herzegowina
Nov 25 ganztägig
Tag der Staatlichkeit in Bosnien-Herzegowina @ Bosnien-Herzegowina | Bosnien und Herzegowina

Bosnien und Herzegowina: Dan Državnosti (Tag der Staatlichkeit)
Aufgrund einer mangelnden entsprechenden Gesetzesgrundlage gibt es in Bosnien und Herzegowina keine gesamtstaatlichen Nationalfeiertage. Die Regionen Republik Srpska, in der hauptsächlich Serben leben, und die Föderation Bosnien und Herzegowina, die mehrheitlich von Bosniaken und Kroaten bewohnt wird, gedenken jeweils anderer historischer Ereignisse ihrer 'nationalen' Tradition.

Was wird gefeiert?

Am 25. November wird in der Föderation Bosnien und Herzegowina die Ausrufung der Republik gefeiert. An diesem Tag im Jahr 1943 nahm der Rat der Antifaschistischen in Bosnien und Herzegowina (ZAVNOBiH) in Mrkonjić Grad eine Resolution an, welche Bosnien und Herzegowina zu einer egalitären Gemeinschaft aus Serben, Kroaten und Muslimen erklärte. So wurde nach langem und erbittertem Kampf gegen deutsche und italienische Faschisten, die die Region im Frühjahr 1941 besetzt hatten, de facto die Volksrepublik Bosnien und Herzegowina ausgerufen. Der 25. November ist als Nationalfeiertag jedoch umstritten. Ethnische Serben, die rund 30% der Bevölkerung Bosniens und Herzegowinas ausmachen, lehnen den Tag als Nationalfeiertag ab, da sie in ihm die künstliche Schaffung einer gesamt-nationalen Tradition sehen, die es ihrem Verständnis nach eigentlich nicht gibt.

 

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