Tag des Dayton-Abkommens

Tag des Dayton-Abkommens

Tag des Dayton-Abkommens

Wann:
21. November 2017 ganztägig
2017-11-21T00:00:00+01:00
2017-11-22T00:00:00+01:00
Wo:
Bosnien-Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
Tag des Dayton-Abkommens @ Bosnien-Herzegowina | Bosnien und Herzegowina

Bosnien und Herzegowina: Tag des Dayton-Abkommens

Aufgrund einer mangelnden entsprechenden Gesetzesgrundlage gibt es in Bosnien und Herzegowina keine gesamtstaatlichen Nationalfeiertage. Die Regionen Republik Srpska, in der hauptsächlich  Serben leben und die Föderation Bosnien und Herzegowina, die mehrheitlich von Bosniaken und Kroaten bewohnt wird, gedenken jeweils anderer historischer Ereignisse ihrer 'nationalen' Tradition.

Was wird gefeiert?

Am 21. November wird in der Republik Srpska die Paraphierung des Dayton-Vertrags im Jahr 1995 gefeiert. Mit Zerfall der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawiens (SFRJ), in dessen Verlauf sich Bosnien und Herzegowina 1992 unabhängig erklärte, kam es zunehmend zu ethnischen Spannungen auf dem Balkan. Nach der internationalen Anerkennung des Staates im selben Jahr, entluden sich diese Spannungen in einem militärischen Konflikt zwischen den ethnischen Kroaten, Serben und Bosniaken der Region – der sogenannte Bosnienkrieg. 1995 gelang es Vermittlern der USA mit Unterstützung der EU alle Kriegsparteien an einen Tisch zu bringen und den sogenannten Dayton-Vertrag – benannt nach der Stadt in Ohio, USA in der der Vertrag paraphiert wurde – auszuhandeln.  Dieser wurde am 14. Dezember desselben Jahres in Paris unterzeichnet und manifestierte die Unabhängigkeit und Souveränität des Staates Bosnien und Herzegowina, jedoch mit ausgeprägter Dezentralisierung. Mit der Anerkennung der Provinz Republik Srpska, die etwa 49% des bosnisch-herzegowinischen Staatsgebiets umfasst, wurde den serbischen Autonomiebestrebungen Rechnung getragen und dessen wird von den Serben Bosniens und Herzegowinas bis heute feierlich gedacht.

J. Küpperfahrenberg

Julie Küpperfahrenberg hat einen Bachelor-Abschluss in Geschichte und 'English Studies' der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität zu Bonn. Um ihr Wissen um die geschichtlichen Ereignisse und Prozesse in Europa um eine globale und politische Perspektive zu erweitern, zog es sie 2015 für den Master 'Global History and International Relations' an die Erasmus Universität nach Rotterdam. Seit Anfang 2017 ist sie Mitarbeiterin bei FOMOSO.

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