Tag der Unabhängigkeit in Mazedonien

Tag der Unabhängigkeit in Mazedonien

Wann:
8. September 2017 ganztägig
2017-09-08T00:00:00+02:00
2017-09-09T00:00:00+02:00
Wo:
Mazedonien
Mazedonien (EJRM)

Am 8. September begeht Mazedonien seinen Unabhängigkeitstag (Nationalfeiertag).  Im Jahre 1991 hat Mazedonien seine Unabhängigkeit von der Jugoslawische Föderation erklärt und ist eine Republik geworden. Schon 1990 fing in der mazedonische Republik die Transition an und die Verkündung der Unabhängigkeit im darauffolgenden Jahr war eine natürliche Konsequenz des Prozesses der Demokratisierung.

Die mazedonische Republik hat schon eine lange Geschichte vor der Unabhängigkeit, bei der die Identität der Republik immer eine Hauptrolle gespielt hat. Wenn wir durch die Geschichte gehen, können wir nämlich bemerken, dass Mazedonien bis 1991 keine Unabhängigkeit gekannt hat. In der Tat war das Land eine lange Zeit ein Teil der Türkei (bis 1912) und danach wurde es zwischen Bulgarien, Griechenland, Albanien und Serbien aufgeteilt (im Jahre 1913). Nach dem Zweiten Weltkrieg war die kleine Republik offiziell ein Land, das an die Jugoslawische Föderation unter Tito angebunden wurde, und blieb unter diese Herrschaft bis 1991.

Deshalb fängt die Geschichte eines unabhängigen Mazedoniens erst im Jahre 1991 an, als die Republik mit einem Referendum ihre Unabhängigkeit errang. Dennoch ist die heutige politische Lage nicht so gut, um es sich leisten zu können, zu viel zu feiern. Tatsächlich hat Gjorge Ivanov, der Präsident der mazedonischen Republik, kürzlich gesagt, dass die Republik in einer politischen Krise feststeckt. Sie ist hauptsächlich auf den langsam Prozess der EU- und Nato-Annäherung zurückzuführen. Statt als Mittel die mazedonische Republik zu vereinen, wird heute die EU- und NATO-Integration als Bewahrerin der Unzufriedenheit und Enttäuschung gesehen.

Eine weitere Ursache der Krise ist auch die Unabhängigkeit der Republik selbst, die Probleme im Annäherungsprozess in die Euro-Atlantischen Institutionen verursacht. Griechenland stimmt nämlich immer wieder gegen die Beitrittsprozesse der mazedonischen Republik, weil immer noch über den Namen Mazedonien gestritten wird.

Im Hinblick darauf, hat der Präsident Ivanov kürzlich folgendes geäussert: "Während andere Länder neue Märkte eroberten, haben wir unsere eigenen, grundlegenden und unveräußerlichen Rechte und Freiheiten auf Selbstbestimmung und Menschenwürde verteidigt. Das Recht zu sein, wer wir sind“. [1]

[1] http://www.independent.mk/articles/36287/Macedonian+President+Election+Is+'Chance+to+Turn+the+Page

E. Pacella

Elsa Pacella studierte Internationale Beziehungen und Osteuropa-Studien an der Universität von Bologna (Italien) und an der Universität von Budapest. Sie lernt gerade Slowakisch und hat auch schon in Bratislava gewohnt. Sie interessiert sich insbesondere für Migrations- und Integrationspolitik in Bezug auf die Visegrád-Staaten und den Balkan.

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