Griechischer Unabhängigkeitskrieg

Griechischer Unabhängigkeitskrieg

Griechischer Unabhängigkeitskrieg

Wann:
25. März 2018 – 26. März 2018 ganztägig
2018-03-25T00:00:00+02:00
2018-03-26T01:00:00+03:00
Wo:
Griechenland
Griechenland
Griechischer Unabhängigkeitskrieg @ Griechenland | Griechenland

Was wird gefeiert?

Am 25. März jeden Jahres gedenkt man in Griechenland dem Beginn der Griechischen Revolution im Jahr 1821. Im Verlauf des 14. und 15. Jahrhunderts war Griechenland von den Osmanen erobert und in ihren Vielvölkerstaat integriert worden. Inspiriert durch westliche Ideen der Aufklärung – insbesondere das Konzept von Nation und Nationalismus –, plante ein Geheimbund mit dem Namen Filiki Eteria ('Freundschaftsbund') Anfang des 19. Jahrhunderts die Abspaltung der griechischen Gebiete vom Osmanischen Reich und die Gründung einer griechischen Nation. Am 25. März 1821 trat der Bischof von Patras mit Namen Germanós mit einer griechischen Flagge vor seine Kirche und skandierte 'elefthería i thánatos' ('Freiheit oder Tod'), bis heute Wahlspruch der griechischen Nation. Dieses Ereignis gilt als Beginn der Griechischen Revolution, die 1829 nach langen und blutigen Kämpfen mit der Unabhängigkeit des Landes endete.

Wie wird gefeiert?

Um diesem Tag gebührend zu gedenken, werden in ganz Griechenland Gedenkgottesdienste abgehalten. Bei einer Bevölkerung, die sich ausdrücklich und mehrheitlich zum griechisch-orthodoxen Glauben bekennt, sind Gedenkgottesdienste das höchste Gut der traditionellen Erinnerungs- und Gedenkkultur. Zusätzlich finden in den größeren Städten Schulparaden und andere Festlichkeiten statt. Der Höhepunkt der offiziellen Feierlichkeiten spielt sich jedoch im Herzen Athens statt. Zunächst führt der Erzbischof von Athen eine Liturgie durch, gefolgt von einer Militärparade die zum Parlament und dem Mahnmal des Unbekannten Soldaten marschiert. 2009 stellte der damalige Staatspräsident Karolos Papoulias fest: 'Wir feiern heute den bedeutendsten Tag der modernen griechischen Nation, an dem sich die Menschen mit Hoffnung, Leidenschaft und einer Vision erhoben und für ihre Freiheit kämpften.'

J. Küpperfahrenberg

Julie Küpperfahrenberg hat einen Bachelor-Abschluss in Geschichte und 'English Studies' der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität zu Bonn. Um ihr Wissen um die geschichtlichen Ereignisse und Prozesse in Europa um eine globale und politische Perspektive zu erweitern, zog es sie 2015 für den Master 'Global History and International Relations' an die Erasmus Universität nach Rotterdam. Seit Anfang 2017 ist sie Mitarbeiterin bei FOMOSO.

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