Albanien - Tag der Befreiung

Albanien - Tag der Befreiung

Albanien – Tag der Befreiung

Albanien: Dita e Çlirimit (Tag der Befreiung)

Was wird gefeiert?

Am 29. November wird in Albanien der Befreiung vom Faschismus feierlich gedacht. Nachdem italienische und deutsche Faschisten 1941 den Balkan besetzt hatten, formierte sich schnell Widerstand unter der albanischen Bevölkerung. Die überwältigende Mehrheit der Albaner weigerte sich mit den Besatzern zu kollaborierten, und unterstützen die von Enver Hoxha geführten antifaschistischen Partisanenverbände, die am 29. November 1944 die faschistischen Kräfte besiegte und Albanien endgültig vom Faschismus befreite. Als die rechtskonservative Regierung unter Sali Berisha (2005 -2013) den 29. November als Nationalfeiertag abschaffen wollte, regte sich massiver Widerstand. Sekretär des Verbandes antifaschistischer Kämpfer (Lanc) stellte fest: 'Niemand kann die Erinnerung an den heroischen Kampf unseres Volkes gegen den Faschismus aus den Geschichtsbüchern und unserem Gedächtnis streichen. Und dazu hat auch keiner das Recht. Wir werden unserer antifaschistischen Tradition treu bleiben.' Der 29. November ist nach wie vor offizieller Nationalfeiertag Albaniens.

Wie wird gefeiert?

Geschäfte, Schulen und Behörden bleiben an diesem Tag geschlossen. Am Abend beginnt dann die sogenannte Nata e Bardhe (Weiße Nacht), bei der man im Kreis von Familie und Freunden lange aufbleibt und feiert, in der Regel bei Gesang und Tanz zu traditioneller Albanischer Folklore. In jeder Stadt sind dabei traditionell unterschiedliche Folksongs beliebt, die  jeweils mit eigenen Ritualen und Tanzstilen aufgeführt und getanzt werden.

Du möchtest wissen wie sich albanische Folklore anhört und wie dazu traditionell getanzt wird? Hier ein Beispiel aus Tirana:

https://www.youtube.com/playlist?list=PLVBQ8GSjd3HjcKIh4liFjxSTvDg8F-LPX

J. Küpperfahrenberg

Julie Küpperfahrenberg hat einen Bachelor-Abschluss in Geschichte und 'English Studies' der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität zu Bonn. Um ihr Wissen um die geschichtlichen Ereignisse und Prozesse in Europa um eine globale und politische Perspektive zu erweitern, zog es sie 2015 für den Master 'Global History and International Relations' an die Erasmus Universität nach Rotterdam. Seit Anfang 2017 ist sie Mitarbeiterin bei FOMOSO.

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